PEG (Perkutan-Endoskopische-Gastrostomie)
Voraussetzungen:
- Einverständniserklärung (perimed-Bogen) vom Patienten oder einem gesetzlichen Vertreter am Vortag nach individueller, persönlicher Aufklärung unterschreiben lassen.
- Anmeldung (ÖGD - Formular)
- Gerinnungshemmende Medikamente, Voroperationen, Glaukom oder weitere relevante Erkrankungen (z.B. Klappenoperationen) sind auf der Anmeldung zu vermerken.
- Erforderliche Laborwerte (nicht älter als 5 Tage): Gerinnung, Blutbild mit Thrombozyten.
- Die Krankenakte mit Planette und ggf. Magen - Röntgenbilder zur Untersuchung mitgeben.
Patientenvorbereitung:
- Letzte Mahlzeit am Vorabend der Untersuchung.
- Klare Flüssigkeit ist bis 2 Stunden vor der Untersuchung erlaubt.
- Ca. 2 Stunden vor der PEG - Anlage 2 g Gramaxin über zu legenden venösen Zugang geben.
- Bauchdecke rasieren.
- Mundpflege sollte erfolgt sein.
Durchführung:
- ÖGD in Propofol-Sedierung unter Monitoring von Sauerstoffsättigung und Pulsfrequenz.
- Nach Hautdesinfektion und erfolgreicher Diaphanoskopie: Lokalanästhesie und Stichinzision mit nachfolgender endoskopisch kontrollierter Magenpunktion.
- Oral-gastraler Sondendurchzug und lockere Fixierung mit Hautverband.
- Untersuchungsdauer ca. 10 ? 15 min
Nachsorge auf Station:
- RR und Pulskontrollen.
- Vor Kostaufbau Kontrolle des Abdomen durch den Stationsarzt.
- Verbandwechsel:
- Zunächst täglicher Verbandswechsel und nach Abheilung der Inzision 2 bis 3 wöchentliche trockene Verbandswechsel.
- Die Halteplatte darf nicht fest angezogen werden!
- Nach Granulation der Wunde ist Körperpflege mit Wasser und Seife, sowie Duschen ohne Abdeckung des Punktionskanals möglich (hinterher trockenen Verband auf trockener Haut).
- Bei Schmerzen oder anhaltender Entzündung gastroenterologisches Konsil
Kostaufbau:
Bei vorheriger Magensonden-Ernährung:
3 Stunden nach PEG - Anlage 50 ml Tee, danach bis 500ml Tee am ersten Tag
24 Stunden nach PEG - Anlage 3 x 100 ml Sondenkost + 6 x 100 ml Tee (vor jeder Gabe Klemme lösen und auf Rücklauf achten: bei stärkerem Rücklauf keine Sondenkost geben und den Arzt informieren)
Bei vorheriger parenteraler Ernährung: