Perkutan-Transhepatische-Cholangiographie / -Drainage (PTCD)

Voraussetzungen:

  • Einverständniserklärung (perimed-Bogen) vom Patienten am Vortag nach individueller, persönlicher Aufklärung unterschreiben lassen.
  •  Aktueller Sonographiebefund.
  • Anmeldung für die Endoskopie und Röntgen (EDV) mit aussagekräftiger Fragestellung
  • Gesondert zu vermerken sind:
  • Antikoagulation
  • Infektionsrisiko (Hepatitis, HIV)
  • Diabetes
  • Erforderliche Laborwerte (nicht älter als 5 Tage): Gerinnung, Blutbild mit Thrombozyten.
  • Die Krankenakte mit Planette
  • Dem Patient sollte am rechten Arm eine Braunüle gelegt werden

Patientenvorbereitung:

  • Letzte Mahlzeit am Vorabend der Untersuchung.
  • Bei Galleaufstau ca. 2 Stunden vor der Untersuchung einmalig 2g Rocephin i.v..

Durchführung:

  • Analgosedierung mit Propofol und Pethidin unter Monitoring von Sauerstoffsättigung und Pulsfrequenz
  • Nach Haut-Desinfektion u. Lokalinfiltration intercostale Leberpunktion im Bereich der unteren rechtslateralen Thoraxwand.
  • Röntgenkontrastdarstellung der Gallenwege.
  • Beim Vorliegen eines Abflußhindernisses: Sondierung eines intrahepatischen Gallengangs, Bougierung des Stichkanals und Einlage einer Drainage.

Nachsorge auf Station:

  • Spülung oder Ableitung der PTD nach Angaben des Untersuchers.
  • Abendliche Temperaturkontrolle
  • Bei abdominellen Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Schüttelfrost:
  • Sofortige RR-, Puls- und Temperaturkontrolle.
  • Diensthabenden Arzt verständigen.
  • Kost (sofern nicht anders auf dem Untersuchungbogen angegeben):
  • 2 Stunden nach PTC/PTD: Tee oder Wasser.
  • Abends: Tee und Zwieback
  • Am folgenden Tag: Normalkost (ggf. Gallenschonkost).

Risiken:

  • Cholangitis, Gallenleckage, Pleuritis, Blutung, Pneumothorax (insges. 4-8%)
  • Letalität (0,1-0,6%)

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